Crosscap Enterprise Handbuch
Vorbereitung Enterprise Server
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Die Steuerung aller Komponenten innerhalb eines CROSSCAP Enterprise Systems erfolgt ausschließlich über das HTTP oder HTTPS Protokoll. Diese Kommunikation sollte auf Anhieb funktionieren, im Regelfall sind keine Veränderungen an (Windows-) Firewalls oder an sonstigen Netzwerkkomponenten nötig (Anmerkung: Die zum CROSSCAP Enterprise Server gehörende Datenbank wird ausschließlich vom Server selbst verwendet, keiner der CROSSCAP Enterprise Clients greift direkt auf diese Datenbank zu).

Im Gegensatz hierzu erfolgt der Austausch von digitalen Bilddaten innerhalb und außerhalb eines CROSSCAP Enterprise Systems in der Regel über sogenannte Netzwerk-Freigaben, also über Datei-Speicherorte, auf die von mehr als einem Rechner zugegriffen werden kann. Diese Netzwerk-Freigaben sollten schon vor der Installation eines CROSSCAP Enterprise Systems passend definiert und bereit gestellt werden, zudem müssen allen Systemkomponenten und Benutzern eines CROSSCAP Enterprise Systems entsprechende Zugriffsrechte darauf erteilt werden.

 

Verwendung und Benamung von CROSSCAP Enterprise Freigaben:

Übermittlung von Bilddaten innerhalb des CROSSCAP Enterprise Systems

Die Übermittlung von Bilddaten innerhalb eines CROSSCAP Enterprise Systems erfolgt über zwei (ausschließlich systemintern) genutzte Netzwerk-Freigaben, die üblicherweise mit scan und work betitelt werden. Die Freigabe scan dient der Speicherung aller temporären Stapel, die Freigabe work wird für die Zwischenspeicherung von zu signierenden Scanprodukten verwendet (werden keine Signaturen durchgeführt, kann die Freigabe work beim abschließenden Export auch umgangen werden, durch den sog. direkten Export).

Diese beiden Freigaben müssen sowohl dem CROSSCAP Enterprise Server als auch allen angeschlossenen CROSSCAP Scan-Clients und CROSSCAP Multi-Clients (via Netzwerk) zugänglich sein. Somit müssen auch die an den diversen CROSSCAP Enterprise Clients angemeldeten Windows-Benutzer Schreib-/Leserechte auf diese Freigaben besitzen.

Die Pfade zu den beiden internen Freigaben scan und work müssen im Rahmen der Erst-Konfiguration auf dem CROSSCAP Enterprise Server hinterlegt werden. Damit auch alle anderen, im Netzwerk verteilten CROSSCAP Enterprise Komponenten darauf zugreifen können, sollten diese Freigaben als UNC-Pfade hinterlegt werden.

 

Ausgabe von CROSSCAP Enterprise Exportdaten, Import von Bilddaten

Der Export der vom CROSSCAP Enterprise System erzeugten Ausgabedateien erfolgt im Regelfall in das Dateisystem. Damit auch Anwender oder Folgesysteme auf die exportierten Daten zugreifen können, sollte diese Speicherorte ebenfalls als Netzwerk-Freigabe angelegt sein.

Ein Import von Bilddaten ist ebenfalls möglich: Anstatt Dokumente an einem der CROSSCAP Scan-Clients zu digitalisieren, können andernorts erzeugte Bilddaten über eine automatisierte Schnittstelle direkt in das CROSSCAP Enterprise System geladen werden. Auch hier wird eine Netzwerk-Freigabe als Übergabepunkt zwischen einem Fremdsystem und CROSSCAP Enterprise verwendet. Die von diesem Übergabepunkt importierten Bilddaten werden im nächsten Schritt als temporäre Stapel auf der Freigabe scan abgelegt und können damit wie ein regulär gescannter Stapel weiter verarbeitet werden.

Die oben beschriebenen Freigaben wurden in diesem Beispiel mit export und import betitelt, können aber beliebig benannt werden. Import- und Export-Freigaben müssen sowohl dem CROSSCAP Enterprise Server, als auch den Fremdsystemen bzw. den von außerhalb des CROSSCAP Enterprise Systems zugreifenden Anwendern zugänglich sein.

Mindestens eine Export- und eine Import-Freigabe sollte für die System-Installation vorbereitet werden. Pro Projektvorlage kann zwar immer nur eine Export- und eine Import-Freigabe angesprochen werden kann, bei Bedarf können aber beliebig viele Projektvorlagen und damit auch beliebig viele Export- und Import-Freigaben definiert werden.

 

 

Anlegen und Verwalten von CROSSCAP Enterprise Freigaben:

Wo sollen die Freigaben eingerichtet werden?

Als zentraler Lagerort für alle oben beschriebenen Freigaben empfiehlt sich (bei kleineren Systemen mit nur einer Server-Box bzw. Server-VM) grundsätzlich der CROSSCAP Enterprise Server selbst. Dies erlaubt allen Server-Komponenten den einfachsten und schnellstmöglichen Zugriff auf Stapel- bzw. Bilddateien.

Für die Freigaben export und import sind auch andere Speicherorte (im Hausnetz) denkbar, allerdings muss die bei Export- oder Import-Vorgängen resultierende, hohe momentane Netzwerklast berücksichtigt werden.

 

Was ist bei den Zugriffsrechten zu beachten? 

Werden alle Freigaben auf dem zentralen Server angelegt, dann haben üblicherweise auch alle Server-Komponenten Zugriff auf diese Freigaben: CROSSCAP Enterprise Server-Dienste werden standardmäßig mit dem sogenannten lokalen Systemkonto eingerichtet und angemeldet, dieses Konto besitzt häufig auch für lokale Freigaben die benötigten Rechte.

Werden die Freigaben nicht auf dem zentralen Server eingerichtet oder hat das lokale Systemkonto nur unzureichenden Zugriff auf die lokalen Freigaben, dann müssen die zuständigen CROSSCAP Enterprise Dienste (Bildprozesse B und P, Exportprozesse E) zwingend mit einem anderen Konto (Service-Account) angemeldet werden, welches ausreichend Rechte auf die lokale Maschine und alle (u.U. auch im Netzwerk verteilten) Freigaben haben sollte.

Mehr zu den CROSSCAP Enterprise Diensten erfahren Sie im Abschnitt Installation und Ersteinrichtung, Installation (Enterprise Server).

Eine Zusammenfassung aller Vorbereitungen zur Installation finden sie im Kapitel Wissenswertes im Abschnitt Enterprise Server-Checklisten.